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Judentum

Die älteste der abrahamitischen Religionen. Jüdische Gemeinden existierten in Mesopotamien über zweieinhalb Jahrtausende, die meisten davon sprachlich und kulturell mit der Region verwoben.

Historische Verbindung & heutige Präsenz

Jüdische Gemeinden existierten seit der Antike in Mesopotamien und der späteren kurdisch geprägten Region — mit wichtigen Zentren in Erbil, Dohuk, Amadiya, Aqra und Rawandiz. Die „Kurdischen Juden" (Kurdayî) bildeten eine eigene Sprachgemeinschaft, die ein jüdisch-aramäisches Idiom sprach und in Tausenden von Jahren eine einzigartige Mischkultur entwickelte. Sie pflegten Handel, Handwerk und Gelehrsamkeit — ihre Manuskripte (heute im Israel Museum) zählen zum UNESCO-Weltdokumentenerbe. Die meisten wanderten nach der Gründung Israels 1948/1951 in mehreren Wellen aus. Heute leben in der Heimatregion der Kurd:innen nur noch wenige Dutzend ältere Juden, doch ihre materielle und immaterielle Hinterlassenschaft — Synagogen, Friedhöfe, Lieder und Texte — bleibt lebendig.

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