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Yezidentum

Eine eigenständige monotheistische Religion, die in der Region seit Jahrtausenden verwurzelt ist. Yeziden sprechen mehrheitlich Kurmancî und bilden die einzige große Religionsgemeinschaft, die ethnisch fast vollständig kurdisch ist.

Historische Verbindung & heutige Präsenz

Die Yeziden leben in einer geschlossenen Kernregion rund um das Heiligtum Lalish im Nordirak, mit bedeutenden Diasporagemeinschaften in Deutschland (besonders Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen), Armenien, Georgien und im syrisch-türkischen Grenzgebiet (Sindschar). Ihre Religion vereint Elemente des vorislamischen Mesopotamien (die Figur des Melek Taus, „Pfauen-Engel”), altiranische Traditionen (Dualismus-Konzept) und sufische Praktiken. Die Yeziden wurden über die Jahrhunderte immer wieder verfolgt — über 70 Massaker in der Geschichte, zuletzt der Völkermord durch den IS 2014, dem Tausende zum Opfer fielen. Heute kämpfen sie um internationales Anerkennung und Bewahrung ihrer zerstörerten Heimatgebiete.

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