Zoroastrismus
Eine der ältesten monotheistischen Religionen der Welt, begründet vom Propheten Zarathustra wahrscheinlich im 2. Jahrtausend v. Chr. im iranisch-mesopotamischen Raum. Zarathustra lehrte den Kampf zwischen Ahura Mazda (dem weisen Herrn) und Angra Mainyu (dem zerstörerischen Geist).
Historische Verbindung & heutige Präsenz
Der Zoroastrismus war über mehr als ein Jahrtausend die Staatsreligion des Achämenidenreichs (Kyrus der Große, Dareios I.), das von Anatolien bis zum Indus reichte — Babylon und damit große Teile Mesopotamiens gehörten dazu. Unter den Achämeniden erlebten die jüdischen Gemeinden in Babylon eine Blütezeit (Daniel-Buch, babylonischer Talmud). Heute praktizieren in der Heimatregion der Kurd:innen selbst kaum noch Zoroastrier ihren Glauben, doch die Spuren sind überall: in den Namen der Monate (Farvardin, Ordibehesht…), in den Festen (Nowruz, Tschaharschanbe Suri), die in der gesamten Region — auch unter Muslimen und Yeziden — bis heute gefeiert werden. Eine kleine lebendige zoroastrische Gemeinde gibt es noch bei den Parsen in Indien und bei den sogenannten „Zarthusti" im Iran.
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